Wöchentliche Infos

Infotext im Mitteilungsblatt

Wir veröffentlichen allwöchentlich im amtlichen Mitteilungsblatt Dettingen-Wallhausen sowie im kath. Pfarrblatt Dettingen-Dingelsdorf-Litzelstetten einen solchen Infotext. Hier finden Sie die Texte der Weltladen-Infos der letzten Jahre. 
An dieser Stelle können Sie die Texte sogar einige Tage vor Erscheinen der Print-Version lesen. Oder Sie abonnieren unsere Infos HIER als wöchentlichen Newsletter.

 

Vielleicht haben Sie die Diskussion um die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium und die Gegenmaßnahmen der EU mit Abgaben auf amerikanische Erdnussbutter verfolgt. Nun, Sie kennen doch den Spruch, dass sich der Dritte freut, wenn zwei sich streiten. Wenn also nun amerikanische Erdnussbutter teurer wird, erlauben wir uns den Hinweis, dass Sie im Weltladen faire Erdnusscreme finden. Etwa 11.000 Mitglieder der Kleinbauernvereinigung MASFA in Malawi profitieren vom Fairen Handel mit Erdnüssen, ein weiterer Teil der Erdnüsse stammt von der Genossenschaft Del Campo in Nicaragua. Die vegane Erdnusscreme mit ganzen, crunchigen Stückchen eignet sich nicht nur als Brotaufstrich, sondern auch zum Würzen von Soßen und Fleischgerichten. Beispiel gefällig? Ein Esslöffel Speiseöl in einer großen Pfanne erhitzen, eine große Zwiebel sowie zwei Teelöffel zerdrückter Knoblauch  unter Rühren braten, bis sie weich sind. 400 g Tomatenstückchen, 2 Esslöffel Tomatenmark, 2 Esslöffel Erdnusscreme und 125 ml Wasser zugeben und durchwärmen. Fertig ist Ihre Erdnusssauce zur Pasta, mit zerhackten Erdnüssen und Petersilie garnieren. Guten Appetit.

„Ringförmige Gummibonbons mit nicht notwendigerweise natürlichem Apfelgeschmack“ – so lautet ein Lexikoneintrag zum Stichwort Apfelringe. Unsere neuen Apfelringe hingegen haben nicht nur Apfelgeschmack, sondern bestehen sogar aus echten Äpfeln und sind noch dazu mit Vollmilchschokolade umhüllt. Äpfel von deutschen Kleinbauern werden dabei genauso fair gehandelt wie die Zutaten der Handelspartner im Süden. Die leckeren Snacks sind 100 % Naturland fair zertifiziert und vereinen das Beste aus Nord und Süd. Sie hatten sich jetzt schon auf Fruchtgummi gefreut? Die haben wir auch, zwar nicht mit Apfelgeschmack, aber dafür beispielsweise mit echter Mango.

Am 7. und 8. Juli wird in der Halle Petershausen das Musical „Sonderangebot“ der Musik-Insel Konstanz aufgeführt. Die Kinder der Affenbande haben sich in diesem Jahr für das Thema Konsumwahnsinn entschieden und haben uns zur Vorbereitung im Weltladen besucht und sich über den Fairen Handel informiert. Unser Weltladen ist mit einem Verkaufsstand beim Rahmenprogramm in der Halle Petershausen vertreten.

Haben Sie sich letzten Freitag auch über den Menschenauflauf am Weltladen gewundert? Nun, wir hatten Besuch und haben unsere Weltladen-Kolleginnen und Kollegen aus Arbon, Friedrichshafen, Konstanz, Kressbronn, Ravensburg, Romanshorn und Singen zur Internationalen Bodensee-Weltladen-Konferenz bei uns in Dettingen begrüßt. Neben dem gegenseitigen Kennlernen und dem Austausch haben wir uns auch Gedanken gemacht über grenzüberschreitende Aktivitäten und haben interessante Ideen zusammengetragen, da dürfen Sie gespannt sein. Mit unserer Bodenseeschokolade kennen Sie ja bereits ein Projekt, das die Weltläden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam ins Leben gerufen haben. Etwas neidisch waren die anderen Weltläden schon auf unsere treuen Kundinnen und Kunden. Besuchen Sie beim nächsten Ausflug doch auch mal die anderen Weltläden und claro-Läden rund um den See. Im Weltladen liegt ein Flyer mit den Adressen der Weltläden am Bodensee für Sie bereit.

Sie rätseln noch immer über den Text der letzten Woche mit dem Lebensmittelzusatzstoff E160c? Das ist der rote Farbstoff der Paprikafrucht.

Schon seit Jahrtausenden ist Curcuma oder auch Gelbwurz in der ayurvedischen Medizin als „Zauberknolle“ bekannt, der zahlreiche Heilwirkungen zugeschrieben werden. So soll Curcuma vor Alzheimer schützen, bei Entzündungen helfen, Blähungen und Völlegefühl nach dem Essen lindern, das Immunsystem stärken und sogar Krebs vorbeugen. Nur sind wir keine Apotheke und können Ihnen deshalb auch keine Heilmittel anbieten.
Aber wir sind ein Weltladen mit einem Sortiment an Gewürzen in Fair- und Bioqualität. Und dort finden Sie seit einiger Zeit auch Curcuma-Gewürz. Curcuma ist ein Hauptbestandteil von Currypulver und verleiht diesem die typische Farbe von ockergelb bis orange. Der Farbstoff Curcumin wird übrigens auch in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, beispielsweise in Margarine, Teigwaren oder Senf. Wenn Sie also nun für Ihre Lieben mit Curcuma kochen oder das Pulver als preiswerte Färbe-Alternative zu Safran verwenden, können Sie „E 100“ auf die Speisekarte schreiben, denn so lautet die E-Nummer von Curcumin als Lebensmittelzusatzstoff. Wenn es stattdessen rot werden soll: E 160c haben wir auch im Gewürzregal.

Es freut uns, wenn sich unsere Kundinnen und Kunden kritisch mit unseren Produkten auseinandersetzen. So geht es uns keinesfalls auf den Keks, wenn wir gefragt werden, warum denn viele Produkte Palmöl enthalten, für dessen Anbau häufig Regenwald zerstört wird. Bei manchen Rezepturen ist Palmöl nicht so einfach verzichtbar – aber es gibt auch „gutes“ Palmöl. So wird unser neues Dinkelgebäck mit Kokos und Sauerkirschen beispielsweise mit fair+bio Palmöl aus Ghana hergestellt. Für den Anbau wird kein Wald gerodet und keine Monokultur angelegt, stattdessen bewirtschaften rund 600 Kleinbauernfamilien Felder von 2 bis 3 Hektar auf traditionelle und arbeitsintensive Weise, so dass die lokale Bevölkerung von gut bezahlter Arbeit und der Verbesserung der Böden durch Bio-Anbau profitiert. Gebacken wird in Deutschland von einem Familienunternehmen mit über 150jähriger Backtradition, das auch den Biofachhandel beliefert. Das Dinkelgebäck ist vegan und Naturland fair zertifiziert. Auch einige unserer Schokoprodukte enthalten dieses Palmöl - aber bei den sommerlichen Temperaturen verlaufen die Kekse nicht so schnell und sind besser geeignet als Ausflugsproviant oder fürs Strandbad.

Im Jahr 2014 hatten die Weltläden rund um den See als grenzüberschreitendes Projekt die Bodensee-Schokolade ins Leben gerufen. Die Schokolade ist nun mit neuer Rezeptur wieder erhältlich, Hauptbestandteil ist weiterhin wild gewachsener Kakao aus dem Regenwald am Amazonas. Wilder Kakao ist ein einzigartiges, unverfälschtes Naturprodukt mit einer großen Aromenvielfalt. Die Kakaobäume wachsen in Überschwemmungswäldern, wo dank großer, schattenspendender Regenwaldbäume ein ideales Mikroklima herrscht. Die Suche der wilden Kakaobäume im dichten Regenwald ist aufwendig, die Ernte von den bis zehn Meter hohen Bäumen anstrengend und gefährlich. Das Sammeln sowie die Fermentation und Trocknung der Bohnen sichern den traditionellen Bevölkerungsgruppen ein faires und verlässliches Einkommen, dies ist auch ein wichtiger Beitrag zum Regenwaldschutz. Die feinherbe Bitterschokolade passt übrigens hervorragend zu Rotwein.

Die neue Ausgabe des Eine Welt Journals „Südzeit“ liegt gratis für Sie bereit, das Schwerpunktthema lautet diesmal Ozean und Meeresschutz.

So, da sind wir wieder, ab Montag 4. Juni melden wir uns aus den Pfingstferien zurück.

Waren Sie in den Pfingstferien in Afrika? Wir leider auch nicht, aber wir haben Ihnen trotzdem etwas aus dem Senegal mitgebracht, nämlich Affenbrotbaum-Setzlinge. Im afrikanischen Leben hat der Baobab eine wichtige soziale Bedeutung, in seinem Schatten treffen sich die Menschen zum Gespräch. Gut, bis aus dem Setzling ein Schattenbaum geworden ist, brauchen Sie etwas Geduld – aber dafür haben Sie dann auch für die nächsten 2000 Jahre ausgesorgt, denn so alt werden die Bäume zumindest in der afrikanischen Baumsavanne. Die Setzlinge kommen aus Fairtrade-Baumschulen, sie eigenen sich als Zimmerpflanze und können im Sommer auch im Freien stehen, Sie müssen nur aufpassen, denn Elefanten lieben die jungen Pflanzen und deren Früchte als Nahrung.

Die Kundinnen und Kunden, die gemeinsam mit uns vergeblich auf die angekündigten Mangos gewartet haben, bitten wir um Entschuldigung. Die Lieferverspätung war so groß, dass wir die Früchte aufgrund der Ferien nicht mehr anbieten konnten.