Schulkinder vor dem Dettinger Wald

Ghana – ein Land an der Westküste Afrikas – war bis vor etwa 30 Jahren zu zwei Dritteln mit dichtem Regenwald bedeckt. Die Siedlungen waren von Wald umgeben, die Menschen lebten im Einklang mit der Natur vom und im Wald. 
Nachdem internationale Holzfirmen Schneisen in den Wald schlugen, um edle Hölzer wie Teak oder Mahagoni zu schlagen, folgten Bauern in die nun erschlossenen Waldgebiete und begannen, den Wald durch Brandrodung in Ackerland umzuwandeln.
Somit begann ein verhängnisvoller Kreislauf: nach nur zwei bis drei Ernten ist der Boden ausgelaugt, da der Wald als Wasserspeicher verschwunden ist. Die Sonne verwandelt die fruchtbare Bodenkrume zu Staub, welcher durch heiße Winde fortgeweht wird; die Bauern sind gezwungen weiter zu ziehen um das nächste Waldstück in Ackerland umzuwandeln. 
Außerdem werden über 80 % des Energiebedarfs durch Holz abgedeckt, wodurch die Wälder ebenfalls stark schrumpfen.

Die Folgen der Abholzungen sind Wüstenbildung, Klimaveränderungen und schließlich die Landflucht der Bevölkerung. Wiederaufforstungsmaßnahmen sind somit dringend notwendig, um dem Land eine sichere ökologische Zukunft zu geben.

Deshalb hat der Weltladen Dettingen die Patenschaft für einen „Dettinger Wald“ in Ghana übernommen. In Zusammenarbeit mit dem Verein Schulwälder für Westafrika e.V. in Göttingen hatten wir zunächst Baumpatenschaften für den „Dettinger Wald“ vermittelt. Die Bäume wurden unter fachkundiger Anleitung von Schulkindern in Ghana gepflanzt und betreut. Die Kinder sollten dabei ein Gefühl für die Bedeutung des Waldes entwickeln und bekamen so theoretisches und praktisches Wissen vermittelt. Der Wald wird dann Gebäude gegen Unwetter schützen und Bodenerosion verhindern. Um den Brennholzbedarf zu reduzieren wird der Einsatz von Solarkochern und Solarlaternen in den Schulen ebenfalls gefördert. Die Partnerschule des Weltladen ist die Nyakrom Methodist Primary „B“ School in Agona Nyakrom, einer kleinen Stadt etwa 70 km nordöstlich von der ghanaischen Hauptstadt Accra.

Nachdem die der Schule zur Verfügung stehende Fläche weitgehend bepflanzt ist, ist verstärkt die direkte Unterstützung der Partnerschule in den Mittelpunkt des Projekts gerückt.

Hier geht’s zu unserem Projektpartner: www.schulwaelder.org

Bodensee-Agenda 21Das Projekt Dettinger Wald wurde im Dezember 1999 von der Internationalen Bodenseekonferenz ausgezeichnet und ist offizielles Bodensee Agenda 21 Projekt.

Nachfolgend finden Sie viele Infos, Fotos und Berichte zum Fortschritt des Projekts:

2002: Neue Bilder vom Dettinger Wald

Im März 2002 freuen wir uns über neue Fotos und das Wachstum des Dettinger Waldes. Dettinger Wald mit verschiedenen einheimischen Baumarten (vorn: Stangenholz von Teak; daneben links Kochbanane)   Fröhliche Schulkinder im Dettinger Wald   Dettinger Wald mit einheimischen Baumarten wir Teak und Kochbanane   Dettinger Wald mit Kapokbäumen im Hintergrund   Akazienpflanzung auf dem Schulhof   Fröhliche Schulkinder im Dettinger Wald

2001: Auszeichnung für das Projekt

Unser Projekt "Dettinger Wald" wurde im März 2001 mit dem 4. Preis des Umweltwettbewerbs "Schöpfungs-Verantwortung" der Erzdiözese Freiburg 2000 ausgezeichnet.

2000: Beginn der Pflanzungen

Nach langem Warten auf Regen konnte mit der Pflanzung der Bäume begonnen werden (Bilder zu Beginn der Pflanzaktion Frühling/Sommer 2000).

1999: Projekttage an der Grund- und Hauptschule Dettingen

Während der Projekttage an der Grund- und Hauptschule Dettingen im Oktober 1999 befasst sich eine Gruppe mit dem "Dettinger Wald". Nachdem den Schülern auf eindrucksvolle Weise Bedeutung und Notwenigkeit der borealen sowie tropischen Regenwälder näher gebracht wurden, wurden Möglichkeiten zum Schutz dieser Wälder erarbeitet, wie beispielsweise der Einsatz von Recyclingpapier. Schließlich stellten die Schüler selbst Papier her und fertigten daraus hübsche Bastelarbeiten, welche die Schüler bei der Abschlusspräsentation in der Schule verkauften. Aus dem Erlös können 50 weitere Bäume gepflanzt werden.

1999: Der Beginn des Projekts

In der ersten Woche nach den Sommerferien 1999 haben wir wie in den vergangen Jahren täglich im großen Saal des Pfarrheims ökologisch sinnvolle Schulwaren wie Hefte aus Altpapier verkauft. Um einen Grundstock für den "Dettinger Wald" zusammen zu bekommen und um den Schüler für Ihre Entscheidung, bei uns einzukaufen, zu danken, haben wir jedem Schüler die Patenschaft für einen Baum geschenkt. Auf dieser noch unbepflanzten Fläche soll der Dettinger Wald entstehen   Jedes Schildchen steht für eine Baumpatenschaft

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