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2007: Einstieg in das Solarprojekt

In Ghana werden über 70% des Energiebedarfs durch Brennholznutzung gedeckt. Es gibt zwar Elektrizität aus Wasserkraft durch den Akosombo Staudamm, jedoch gelangt der Strom nur in die Großstädte Ghanas, da diese über ein intaktes Stromnetz verfügen. Zudem schwankt der Wasserpegel der Flüsse so stark durch massive Waldabholzungen, dass die Stromgewinnung beeinträchtigt wird.
 

Solarleuchten als Alternative

Solarleuchten sind nicht nur eine hellere Lichtquelle für die Abendstunden, sondern sparen auch beträchtliche Mengen fossiler Brennstoffe ein. So spart jede Solarleuchte die Verbrennung von 35 Liter Petroleum (Kerosin) pro Jahr ein und ist zudem noch rauch- und rußfrei, was auch der Gesundheit der Menschen zu Gute kommt. Eine Solarlampe amortisiert sich bereits nach wenigen Jahren, da der Petroleumpreis im Vergleich zum Einkommen der Menschen sehr hoch ist.
Dieses Teilprojekt fügt sich nahtlos in die Bildung für nachhaltige Entwicklung ein und eröffnet der Bevölkerung und neue Perspektiven im Bereich Umweltschutz, Umweltbildung und Globales Lernen. Es schafft zugleich auch finanzielle Perspektiven und Anreize für die Eigenständigkeit der Projektpartner vor Ort und den Partnerschulen.
Mit der Einführung der Solarleuchten in das Projekt sollen in erster Linie Jugendliche und Lehrer in Ghana als Multiplikatoren motiviert werden. Die Umsetzung dieses Projektes soll deshalb hauptsächlich mit Jugendlichen erfolgen, da diese oft arbeits- und perspektivlos sind und über dieses Projekt Identifikation, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein bekommen können.
Überall in den Tropen beginnt die Dunkelheit kurz nach 18.00 Uhr. Tagsüber sind die Temperaturen unerträglich und der Abend bietet sich nach dem Tagesgeschäft an, andere gewinnbringende Aktivitäten wie nähen, schneidern und Reparaturarbeiten jeglicher Art anzuschließen, die den armen Familien ein weiteres Einkommen beschaffen und sichern können. Nicht zuletzt profitieren die Schulkinder davon, denn sie können in den Abendstunden ihre Hausaufgaben erledigen. Hierfür bedarf es aber Energie in Form von Licht, die auf lange Sicht bezahlbar und rentabel ist.
 

Solarwerkstatt in Nyakrom

Im Februar 2007 fand ein Solarlampenworkshop mit zwei Solar-Experten statt. Das Projekt wurde von BINGO Lotto Stiftung Niedersachen unterstützt, der Einsatz der Solarexperten wurde von „Senior Experten Service" durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.
Da es nicht möglich war, innerhalb kurzer Zeit viele Jugendliche in mehreren Workshops auszubilden, war die Teilnehmerzahl auf elf Personen beschränkt, in der Mehrheit Lehrer, die später die Jugendlichen in einer Werkstatt zum Selbstbau von Montagesätzen und der Reparatur weiter ausbilden können. 
Zwei Journalisten lieferten am Anfang des Workshops Berichte in Radio und Zeitungen.
Es gab einige Schwierigkeiten bei der Durchführung des Workshops wie ständige Stromausfälle. Doch dieses Problem ist nicht auf Nyakrom beschränkt, sondern tritt im ganzen Land auf, da Energie rationiert wird. Es ist deshalb Zeit für den Einsatz alternativer Energien wie der Solarenergie. Nach dem erfolgreichen Workshop erhielten die Teilnehmer im Rahmen einer Abschlussfeier mit Prominenten und Presse in Zertifikat.

 Solar-Werkstatt

Solar-Werkstatt

Solar-Werkstatt

Unser Weltladen konnte der Lehrerin Germaine Koranteng von unserer Partnerschule die Teilnahme an der Solar-Werkstatt ermöglichen.

Solar-Werkstatt

Verschiedene Solarlampen

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